1,0/10· aktuell geringe MeldeaktivitätTelefonSMSSIM-Swapping

SIM-Swapping: Rufnummer per eSIM übernommen, SMS-Codes laufen bei den Tätern auf

Täter verschaffen sich Zugang zum Mobilfunk-Kundenkonto, lassen sich am Telefon einen SMS-Code nennen und aktivieren eine eSIM; danach empfangen sie TANs und Passwort-Resets.

Was die Täter bezwecken

Die Masche beginnt nicht im Handyshop, sondern im Online-Kundenkonto des Mobilfunkanbieters. Mit Daten aus Leaks oder Phishing loggen sich die Täter ein; fehlt nur noch der Bestätigungscode, ruft ein angeblicher Paketbote an: Für die Zustellung brauche er kurz den „Sicherheitscode“, der gerade per SMS gekommen sei. Der Code stammt in Wahrheit vom Anbieter und gibt eine eSIM frei. Sobald sie aktiviert ist, verliert das echte Handy das Netz – und alles, was per SMS abgesichert ist, läuft bei den Tätern auf: TANs fürs Onlinebanking, Codes zum Zurücksetzen von Passwörtern, Zwei-Faktor-Logins. Die Polizeiinspektion Celle warnte am 1. September 2026 vor einem solchen Fall, das LKA Niedersachsen beschreibt die Paketboten-Variante. Die Bundesnetzagentur hat die Anforderungen an die Identitätsprüfung bei SIM-Wechseln Ende 2025 verschärft.

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